Und wieder ist ein Jahr vorüber. Es ist der 1.1.2017 und ich sitze (sehr früh) morgens am Rechner und lasse wie die Jahre zuvor das letzte Revue passieren.

Wie in meinem letzten Rückblick erwartet, verursacht eine berufliche Veränderung einiges an Stress. Diesen plane ich mit Fotografie zu kompensieren. Es kommt aber wie es kommen muss: Ich habe kaum Zeit für Fotos. Ich führe in der ersten Jahreshälfte ein paar Shootings durch und begleite auch ein paar Hochzeiten. Im Juni verletze ich mich an der Schulter und muss operiert werden. Drei Tage nach der OP verlasse ich die Klinik mit ein paar Kleinteilen in meinem Körper mehr und fahre kurz darauf nach Cornwall in den Urlaub. Die Hälfte des Urlaubs trage ich eine Orthese und meine Fotografie beschränkt sich auf das iPhone, dass ich einhändig bedienen kann. Nachdem ich die Orthese abgelegt habe, beginne ich wieder langsam zu fotografieren – verstärkt analog. Dieses Mal habe ich auch Farbfilme eingekauft, statt nur der SW Filme, die ich gewöhnlich selber entwickle. Ich fahre früh morgens in Coenwall in der Gegend herum, um menschenleere Strände und Häfen zu fotografieren. Am Ende verschieße ich zwar weniger Filme als gedacht, allerdings gelingen mir ein paar gute Bilder und ich bin sehr zufrieden. Nach dem Urlaub hat mich der Alltag wieder schnell im Griff und ich entsprechend wenig Zeit zu fotografieren. Die verletzungsbedingten Einschränkungen ziehen mich auch so runter, dass ich mich nicht aufraffen kann zu fotografieren. Im Spätherbst besuche ich meinen Orthopäden zur Abschlussuntersuchung und bekomme ein lebenslanges Tennis und Handballverbot. Außerdem soll ich auf einige bestimmte Bewegungen möglichst verzichten. Ansonsten ist die Behandlung abgeschlossen. Ein paar geplante Shootings müssen leider aus unterschiedlichsten Gründen abgesagt werden und so endet 2016 relativ fotoarm und unspektakulär

Wie geht es in 2017 nun weiter? Ich habe irre Lust wieder zu fotografieren und freue mich auf die ersten Shootings im Januar. Ich möchte mich dieses Jahr verstärkt mit Boudoir und Aktfotografie befassen. Vor letzterem habe ich gehörigen Respekt, denn ich denke der Grad zwischen ästhetisch und billig ist recht schmal. Mit Boudoir habe ich schon etwas Erfahrung und Gefallen daran gefunden. Drei Workshops von Fotografen, deren Bilder ich wahnsinnig toll finde, stehen dieses Jahr auf meine Liste. Für den Juni plane ich wieder eine größere Motorradtour, die ich dieses Mal mit Hinblick auf tolle Fotolocations planen möchte. Analog soll es dieses Jahr natürlich auch weitergehen. Ich spiele mit dem Gedanken Farbfilme selber zu entwickeln, soll ja nicht allzu schwer sein, was man so liest. Weiter habe ich noch die ein oder andere Idee, die ich in 2017 umsetzen oder beginnen möchte. Mehr darüber zu einem späteren Zeitpunkt.

Abschließend hat mich 2016 gelehrt, dass Gesundheit verdammt wichtig ist und man mehr auf sich achten sollte. Ring frei für 2017.