Eigentlich war der Plan, dass mein Sohn an Silvester länger aufbleiben darf, um am nächsten Morgen länger zu schlafen und ich dadurch selbiges tun kann. Dieser nahezu perfekte Plan wurde mit den Worten „Papa, ich bin wach“, nach drei Stunden Schlaf zunichtegemacht. Und so sitze ich nun mit einem Riesenschädel vor dem Rechner und schreibe meinen Jahresrückblick. Leben ist das was passiert, wenn Du Pläne machst. Dieser Spruch galt auch für 2014.

In 2013 habe ich beim Fotografieren einen neuen Weg eingeschlagen. Zu Jahresbeginn habe ich mir vorgenommen, mit mehr Planung an die Fotografie ranzugehen. Einige Dinge sind mir dabei gelungen, andere nicht. Einiges konnte ich gar nicht angehen. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Daher bin ich froh, dieses Jahr einige gemacht zu haben. Ich habe dieses Jahr einige Sachen probiert und festgestellt, was ich fotografisch machen will und was nicht. Da ich nicht von der Fotografie leben muss, kann ich mir erlauben nur das zu tun, was ich will und möchte das rigoroser verfolgen.

Fotografische Höhepunkte waren die Workshops zum Jahresbeginn und die tollen Hochzeiten, die ich fotografieren dürfte, sowie meine Motorradfahrt zum Nordkapp. Aufgrund einiger Schwierigkeiten während der Fahrt konnte ich mich leider weniger auf die Fotografie konzentrieren, als ursprünglich geplant. Trotz aller Widrigkeiten, war es im Nachhinein betrachtet ein toller Trip. 2015 wird es keine lange Tour geben, jedoch ist für 2016 wieder eine geplant.

In 2014 hatte ich auch ein paar Shootings, wobei eines, das am Ende des Jahres stattfand, für mich den fotografischen Höhepunkt 2014 darstellte und ich hoffe auf eine oder mehrere Wiederholungen in 2015. Bilder kann ich noch keine zeigen, das kommt aber hoffentlich noch.

Wenn auch spät im Jahr, habe ich in 2014 wieder mit der analogen Fotografie begonnen. Mit der Mamiya RB67 ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen und kaum habe ich die ersten Mittelformatfotos gemacht, schiele ich schon auf andere Formate. Nach längerer Durststrecke ist es mir auch noch dieses Jahr gelungen, die ersten Filme selber zu entwickeln. Für 2015 habe ich vor, verstärkt analog zu fotografieren und mir noch mein Wunschspielzeug, eine Canon AT-1, zu kaufen.

Wo soll es in 2015 hingehen? Portraits und Hochzeiten, als meiner fotografischen Heimat,  will ich treu bleiben und verstärkt nachgehen. Ich will wegkommen, von der ewigen Einstellerei an der Kamera und mich vermehrt um das Bild kümmern. Schon seit einiger Zeit beschränke ich mich bei der digitalen Fotografie auf wenige Einstellungen und möchte das beibehalten.

Es stehen ein paar Hochzeiten an, auf die ich mich freue. Als Vorbereitung auf die kommende Hochzeitssaison fahre ich im März wieder in die Nordheide zu einem besonderen Hochzeitsworkshop. Beim letzten Besuch dort, wurde mir mein Kopf gewaschen und selbst nach einem Jahr denke ich oft über die Worte aus diesem Workshop nach.

So das war’s. Jetzt gehe ich erst meine Kopfschmerztablette frühstücken und dann kann 2015 losgehen.