Unseren letzten Urlaub verbrachten wir an der Westküste Englands. Ich selber war jeden Abend, wenn unser Kleiner dann endlich im Bett lag, noch surfen. Andere auch, nur die gingen dafür ins Meer.

Wir hatten eine kleine Ferienwohnung keine 100m vom Strand entfernt – einem Surferstrand. Wenn ich dann morgens im Dorfladen Brötchen holen ging, kamen braungebrannte Heath Ledger Klone mit ihren alten VW Bullis angefahren und lagen den Rest des Tages gechillt auf ihren Brettern im Wasser rum.

An dem sonst eher ruhigen Strand ging es bei etwas höheren Wellen dann zu wie im Tollhaus. Das Wasser war schwarz vor lauter Surferköpfen, die aus dem Meer schauten und (fast) mittendrin stand ich mit der Kamera bis über die Hüfte im Wasser und machte meine Fotos, während weitere Surfer vom Parkplatz heranströmten. Leider war im Wasser verhältnismäßig wenig Action, den sobald die Surfer Wasser unter sich spürten entspannten sie sich und schwammen gemächlich raus aufs Meer. So musste ich eine ganze Weile im Wasser stehen, bis ich ein paar Bilder im Kasten hatte, die etwas Action zeigen.

Noch nie war meine 5D in akuterer Lebensgefahr und die Bilder bezahlte ich dann mit einer sehr schmerzhaften Unterleibsverkühlung. Sollte ich so eine Nummer nochmal machen, ziehe ich einen Neoprenanzug an.