So ähnlich wirbt eine Automarke und trifft den Nagel auf den Kopf. Meine Frau hat sich nach vielen Jahren einen neuen Wagen zugelegt und ist dabei ihrer Marke treu geblieben. Der Wagen war zwar ein Jahr alt, stand aber dieses eine Jahr lang im Verkaufsraum. Beim Kauf meinte der Händler noch, dass demnächst eine Wartung fällig wird. Sie sollte aber nur vorbeikommen, um sich den Stempel für das Scheckheft abzuholen. Der Wagen wurde ja nicht bewegt und „da muss man keinen Service machen“.
Aber wie Verkäufer so sind, sobald man den Kaufvertrag unterschrieben hat, ist es vorbei mit dem großspurigen Getue, dass alles kein Problem sei. Plötzlich musste der Wagen einer Inspektion unterzogen werden, die natürlich aus zu zahlen ist. Der Werkstattleiter bestand auf seiner Inspektion und der Verkäufer hatte nicht die Eier zu seinem Wort zu stehen und war nicht mehr erreichbar. Offensichtlich verschleißt diese Fabrikat schon allein durch das Rumstehen in einem klimatisierten Verkaufsraum. Ja, da trifft einen wirklich das Unerwartete.
Das nächste unerwartete Ereignis ereilte mich dann, als ich die Sommerreifen montieren wollte. Ersatzreifen hat man ja heute keine mehr, sondern eine Dichtmasse zum Flicken eines Lochs. Soweit so gut. Logischerweise wird dann auch kein Wagenheber mehr benötigt. Und wie sollte es auch anders sein, mein Wagenheber passte nicht. Als Antwort auf die Frage, was den so ein Wagenheber kosten sollte, teilte mir der Autohändler den Preis von 146,- Euro mit, natürlich inkl. der Kunstledertasche. Für meinen Mercedes würde das Ding grob ein Drittel von diesem Preis kosten. Naja, man zahlt halt eben noch das Unerwartete mit. Bei Mercedes nur die Qualität.