„Unterschätze mich nicht, weil ich schweigsam bin. Ich weiß mehr, als ich sage, denke mehr als ich ausspreche und beobachte mehr, als du denkst.“

Michaela Chung.

 

Als introvertierter Mensch brauche ich regelmäßig meine Ruhe, um wieder aufzutanken. Im Gegensatz zu Extrovertierten, kostet mich jeglicher Kontakt zu anderen Menschen Energie. Ich interagiere grundsätzlich gerne mit anderen Leuten. Bin weder schüchtern, noch habe ich sozial einen an der Klatsche. Aber irgendwann ist immer der Zeitpunkt erreicht, ab dem ich meine Ruhe benötige. Wie schnell meine Energie aufgebraucht ist, hängt von der Qualität der Interaktion mit anderen ab. Je hektischer, je flacher, von Halbwissen geprägt oder aus meiner Sicht sinnfrei oder uninteressant die Gespräche sind, desto schneller sind meine Reserven aufgebraucht und desto ungeselliger werde ich. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich mich zurückziehen muss. Leider kann ich das nicht immer tun. Im Alltag habe ich oft nur kurze Pausen, in denen ich für mich bin. Diese reichen oft nicht aus, um meine Energiespeicher wieder zu füllen. Vieles wäre einfacher, wenn andere die Bedürfnisse von Intros begreifen würden, tun sie aber oft nicht und hier beisst sich die Katze in den Schwanz. Da es wenig bringt diesen Leuten das zu erklären, versucht es ein Intro erst gar nicht.

So war es für mich eine Wohltat die absolute Einsamkeit der schottischen Highlands, der Isle of Skye und der äußeren Hebriden zu suchen und zu geniessen. Stundenlang an einem Ort zu sein, das Licht der Sonne zu beobachten, wie es am Morgen über die Landschaft zieht und einfach der absoluten Stille zu lauschen waren unglaublich belebend. Diese für extrovertierte wahrscheinlich bedrückende Ruhe, geht mir viel zu oft ab.

Eine ganze Woche bin ich durch Schottland gereist. Begleitet von einem Fotografenfreund – Tobias. Wir schliefen auf unseren zurückgeklappten Sitzen, kochten unser Essen bei starken Böen und Regen im Kofferraum unseres Autos und haben die Tage soweit es ging zum Fotografieren genutzt. Fast täglich wachten wir zwischen fünf und sechs Uhr auf und kamen oft erst spät Abends am nächsten Ort an. Eine Woche drehte sich alles nur um die Fotografie und in dieser Woche war von Regen fast nichts zu sehen. Besser hätte es nicht sein können, nur länger.

Wie ich mein Reise geplant habe, werde ich die kommenden Tage beschreiben. Für heute soll es nur ein paar Bilder geben.

 

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Danke an Tobias für das folgende Bild.

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